Gesundheitsschutz

Achtung! Eichenprozessionsspinner in den Parkanlagen

In Eichenalleen, Parks und Waldrändern

In den Parkanlagen unserer Stadt wurden in diesen Tagen erste Entwicklungsstadien des Eichenprozessionsspinners festgestellt. Bereits seit mehreren Jahren breitet sich der unscheinbare Nachtfalter zunehmend in der Region aus. Besonders die Raupen stellen aufgrund ihrer feinen Brennhaare ein gesundheitliches Risiko für Menschen und Tiere dar.

Der Eichenprozessionsspinner ist in Süd- und Mitteleuropa heimisch und profitiert von den zunehmend milden Temperaturen infolge des Klimawandels. Die Raupen leben in Gruppen, sogenannten „Prozessionen“, und bilden Gespinstnester an Eichenstämmen und Ästen. Ab dem dritten Entwicklungsstadium, das in der Regel ab Mitte Mai erreicht wird, entwickeln die Raupen die gesundheitsgefährdenden Brennhaare.

Gesundheitsgefahren durch Brennhaare

Die Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das bei Kontakt starke Reizungen verursachen kann. Typische Beschwerden sind:

  • Juckreiz, Hautausschläge und Quaddeln („Raupendermatitis“)
  • Augenreizungen und Bindehautentzündungen
  • Husten, Bronchitis sowie Atembeschwerden bis hin zu Asthmaanfällen
  • in seltenen Fällen Schwindel, Übelkeit oder Fieber

Besonders problematisch ist, dass die feinen Härchen durch Wind über größere Entfernungen verbreitet werden können und selbst in alten Nestern über Jahre hinweg aktiv bleiben.

Auch Hunde und andere Tiere können Haut- und Atemwegsreizungen entwickeln. Darüber hinaus schädigen die Raupen durch den Fraß junger Eichenblätter die Vitalität der Bäume.

Verhalten bei Kontakt

Bei gesundheitlichen Beschwerden wird empfohlen:

  • sofort zu duschen und die Haare gründlich zu waschen,
  • Kleidung bei mindestens 60 °C zu reinigen,
  • Hautreizungen nicht durch Kratzen zu verschlimmern,
  • bei Atemnot oder Augenproblemen umgehend ärztliche Hilfe oder den Notruf 112 in Anspruch zu nehmen

 

Empfohlene Schutzmaßnahmen

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, befallene Bereiche wie Eichenalleen, Parks und Waldränder insbesondere in den Monaten Mai und Juni zu meiden. Warnschilder sollten unbedingt beachtet und die Wege nicht verlassen werden. Von Nestern und Raupen ist grundsätzlich Abstand zu halten.
Die Bekämpfung in den Parkanlagen erfolgt durch spezialisierte Fachfirmen mittels mechanischen Absaugens der Gespinstnester. Diese Maßnahmen finden nach der sogenannten „Prozession“ statt, wenn sich die Raupen in kompakten Nestern am Stamm gesammelt haben – üblicherweise in den Monaten Juni bis Juli. Bei geringem Befall kann auch eine Absperrung betroffener Bereiche ausreichend sein.


Die Stadtverwaltung beobachtet die Entwicklung weiterhin aufmerksam und informiert bei Bedarf über weitere Maßnahmen.