Baumfällungen „An der Bürgerruhe“ zur Herstellung der Verkehrssicherheit


Im Rahmen turnusmäßiger Baumkontrollen durch eine Fachfirma wurden erhebliche Schadsymptome festgestellt und entsprechender Handlungsbedarf abgeleitet. Insgesamt sind sieben Bäume betroffen, darunter vier Winter-Linden, drei Altbäume sowie ein Jungbaum.

Bei den drei betroffenen Altbäumen wurden gravierende Schäden im Stamm- und Kronenbereich festgestellt. Mehrere Höhlungen, fortgeschrittene Fäulnisprozesse sowie ausgeprägtes Totholz beeinträchtigen die Standsicherheit erheblich. Die Vitalität der Bäume ist deutlich eingeschränkt. Nach fachlicher Bewertung kann die Verkehrssicherheit auch durch baumpflegerische Maßnahmen nicht mehr zuverlässig und dauerhaft wiederhergestellt werden. Das Risiko von Stamm- oder Kronenbrüchen ist insbesondere angesichts der hohen Personenfrequenz vor Ort fachlich nicht vertretbar.

Besonders kritisch ist die Situation bei einem Baum, der sich im unmittelbaren Einflussbereich der Ober- und Spannleitungen der Leipziger Verkehrsbetriebe befindet. Ein Schadensereignis hätte hier nicht nur Auswirkungen auf die Sicherheit von Personen, sondern auch auf die technische Infrastruktur sowie den Straßenbahnbetrieb.

Zusammenfassend handelt es sich bei den betroffenen Linden um standortbedingt überalterte Bäume mit erheblichen strukturellen Schäden. Aufgrund der Nähe zur Verkehrsinfrastruktur und der eingeschränkten Regenerationsfähigkeit sind die vorgesehenen Fällungen fachlich begründet, verhältnismäßig und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit erforderlich.

Die Ersatzpflanzungen werden aus fachlicher Sicht sinnvollerweise erst nach Abschluss der Gleisbauarbeiten erfolgen, die derzeit bis Ende 2028 geplant sind. Ziel ist es, nachhaltige und langfristig geeignete Standortbedingungen für die Neupflanzungen zu schaffen.