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UPDATE! Landschaftspark (Stadtpark an der Wurzner Str.) wegen Befall von Bäumen durch den Eichenprozessionsspinner gesperrt!

| FB Bauwesen informiert

Update vom 26.06.2020: Nachdem die Entfernung der Nester des Eichenprozessionsspinner erfolgreich abgeschlossen wurde, ist der Park ab dem 27.06.20 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Somit ist auch der Aussichtsturm wieder geöffnet.

Update vom 26.06.2020: Nachdem die Entfernung der Nester des Eichenprozessionsspinner erfolgreich abgeschlossen wurde, ist der Park ab dem 27.06.20 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Somit ist auch der Aussichtsturm wieder geöffnet.


Im Landschaftspark wurden an einigen Eichen im gesamten Parkareal Nester mit Raupen des Eichenprozessionsspinners festgestellt.

Der Name „Prozessionsspinner“ rührt daher, dass sich die kleinen Tiere, von ihrem Nest (Gespinstnest) am Stamm oder aus der Astgabel heraus, gemeinsam in einer Art „Prozession“ auf Nahrungssuche begeben: Sie kriechen zum Fressen in langen Reihen nachts bis zur Baumkrone und kehren im Morgengrauen wieder zurück. Kahlfraßgefahr für die Eichen!

Der Eichenprozessionsspinner-Schmetterling selbst ist für den Menschen nicht gefährlich. Anders sieht es bei der Eichenspinner-Raupe aus. Auf deren Hinterteil befinden sich sogenannte Brennhaare. Und genau dort lauert die Gefahr.

Die gefährlichen Brennhaare werden ab dem 3. Larvenstadium etwa Mitte Mai gebildet. Die voll entwickelte Raupe (Ende Juni) verfügt über rund eine halbe Million dieser Brennhaare.
Problematisch ist dabei, dass die Brennhaare brechen können und durch die Bewegung der Raupe dann insbesondere bei trocken-warmer Witterung mit dem Wind über weite Strecken durch die Luft getragen. Auch Brennhaare in verlassenen Gespinstnestern, im Unterholz oder am Bodenbewuchs in der Umgebung können für den Menschen noch bis zu zehn Jahre gefährlich sein! Hinzu kommt, dass auch Haustiere nach einem Spaziergang im Grünen die Brennhaare verschleppen und sogar mit nach Hause bringen können.

Diese Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das die Raupe vor Fressfeinden wie Vögeln schützen soll. Beim Menschen kann das Nesselgift der Raupe u. a. eine pseudo-allergische Reaktion mit einem charakteristischen Hautausschlag und starkem Juckreiz auslösen. In deren Folge wird unter anderem Histamin ausgeschüttet – die typischen Symptome zeigen sich dann meist innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufenthalt im Freien.

Unbehandelt können die Beschwerden bis zu zwei Wochen lang bestehen bleiben.

Eine Eichenprozessionsspinner-Allergie ist eigentlich keine echte Allergie, sondern eine Reaktion des Körpers auf das Gift der Brennhaare. Diese Reaktion zeigt sich in erster Linie durch typische Hautveränderungen. Experten sprechen hier von einer „Raupendermatitis“.

Typisch sind:

Hautausschlag („Eichenprozessionsspinner-Ausschlag“): Quaddeln, Pusteln bzw. Papeln (oft insektenstichähnlich; häufig aufgekratzt), Rötungen (Erytheme) und starker Juckreiz (Pruritus).

Vorwiegend betroffen sind unbedeckte, dünne und eher feuchte Hautstellen, in die sich die Brennhaare mit ihren Widerhaken regelrecht einbohren. Dazu zählen:

  • Gesicht
  • Hals
  • Nacken
  • Unterarme, Armbeugen

Weitere Symptome, die in Verbindung mit einer Raupendermatitis auftreten können, sind abhängig davon, welches Körperteil mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen ist.

  • Augen:

Bindehautentzündung (Konjunktivitis); Rötung, Lichtscheu, Schwellung

Hornhautentzündung

Aufgrund dessen ist der Stadtpark, somit auch der Aussichtsturm, ab sofort bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt. Entsprechende Informationstafeln an den Zugängen weisen auf die Sperrung hin.

Derzeit wird mit den zuständigen Behörden die Verfahrensweise besprochen, wie mit dem Schädlingsbefall umgegangen wird. Insgesamt haben wir im Stadtpark einen Bestand von ca. 440 Eichen. Aktuell sind zehn Bäume befallen.

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