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Online-Dialog zu Trassenvarianten B 87n beginnt am 8. Mai

| Neues aus Taucha

Ab Mittwoch, 8. Mai, können auf der Online-Plattform www.b87-im-dialog.de zwei mögliche Trassenvarianten für die B 87n diskutiert werden. Interessenten haben bis zum 29. Mai die Möglichkeit, sich auf der Website über die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu informieren und ihre eigene Meinung abzugeben.

Ab Mittwoch, 8. Mai, können auf der Online-Plattform www.b87-im-dialog.de zwei mögliche Trassenvarianten für die B 87n diskutiert werden. Interessenten haben bis zum 29. Mai die Möglichkeit, sich auf der Website über die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu informieren und ihre eigene Meinung abzugeben.

Bei den zur Diskussion stehenden Trassenvarianten handelt es sich um eine bestandsnahe Variante – einen Straßenverlauf parallel zur Bahn mit einem Tunnel im Bereich des Bahnhofs – sowie um eine Variante im Südosten von Taucha. Beide Streckenführungen waren in den vergangenen Monaten im Zuge von regelmäßigen Planungswerkstätten herausgearbeitet worden. Dabei waren Einwohner sowie Vertreter der Stadt, verschiedener Bürgerinitiativen Tauchas, der Umweltverbände und der Wirtschaft beteiligt. Ziel ist eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Fernstraßenverbindung und die Entlastung der Stadt Taucha vom Durchgangsverkehr.

„Bei der Beurteilung der Varianten werden vor allem vier Kriterien betrachtet: die verkehrliche Wirkung, die Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch, Umweltaspekte sowie das Nutzen-Kosten-Verhältnis“, erläutert DEGES-Projektleiter Werner Breinig. Vor der Entscheidung für eine Variante muss deren Mehrwert gegenüber einer anderen Variante detailliert begründet wer-den. Der anstehende Online-Dialog soll durch Erörterung der Vor- und Nachteile dabei helfen, die Vergleichbarkeit zu verbessern.

Im Rahmen der bisherigen Planungswerkstätten hatten die Mitglieder insgesamt neun Vorschläge für mögliche Korridore eingebracht. Doch nicht alle der von den Teilnehmenden eingebrachten Vorschläge für Streckenverläufe können weiterverfolgt werden, da sie entweder nicht die gewünschte verkehrliche Wirkung bringen würden oder technisch-wirtschaftlich nicht sinnvoll umsetzbar wären.

Ziel des Beteiligungsprozesses ist es, bis Ende Sommer 2019 eine Empfehlung für eine oder mehrere Varianten für das anschließende gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungs- und Zulassungsverfahren auszusprechen. Im Genehmigungs- und Zulassungsverfahren müssen verpflichtend verschiedene Varianten im Sinne der Vergleichbarkeit untersucht werden. Die Entscheidung über den Neu- und Ausbau der B 87n obliegt dem Bundesverkehrsministerium. Für dessen Bewertung ist das sogenannte Nutzen-Kosten-Verhältnis ein entscheidender Faktor. Durch den frühzeitigen Austausch zwischen den Akteuren der Stadtgesellschaft und den beteiligten Planungsbüros können die Hinweise und Ideen der lokalen Bevölkerung bereits heute in die vertiefende Planung einfließen und berücksichtigt werden. Im Dialog werden die einzelnen Planungsschritte transparent dargelegt und ein gemeinsames Verständnis für den Prozess erarbeitet.


Über das Projekt:

Die B 87 zwischen Leipzig und Cottbus erfüllt eine wichtige überregionale Verbindungsfunktion. Ein Ausbau ist aufgrund der hohen Verkehrsbelastung von bis zu 47.000 Kfz/24 h dringend notwendig. Projektziele sind die Schaffung einer verkehrsgerechten und leistungsfähigen Fernstraßenverbindung, die Entlastung der Ortsdurchfahrten vom Durchgangsverkehr sowie verkürzte Reisezeiten zwischen Leipzig, Eilenburg und Torgau in einem technisch-wirtschaftlich-ökologischen Kontext.

Nach jahrelangen Kontroversen war das Projekt B 87n im Jahr 2013 der DEGES übertragen worden. Die damaligen Pläne zum Bau einer Autobahn stufte die DEGES als nicht zeitgemäß ein und beendete 2015 das Raumordnungsverfahren. Als alternativen Ansatz brachte die DEGES eine zentrale Variante für den Planungsraum rund um Taucha ins Spiel: einen Straßenver-lauf parallel zur Bahn mit einem Tunnel im Bereich des Bahnhofs.

Im Beteiligungsverfahren geht es um die Strecke zwischen Leipzig und Eilenburg, die B 87n. Die dialogorientierte Herangehensweise bezieht die Bevölkerung und verschiedene Interessensgruppen in den Planungsprozess ein. Eine rechtssichere Vorzugsvariante ergibt sich jedoch erst durch die gutachterlichen Untersuchungen und Bewertungen im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfung und nach Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, welches das Projekt finanziert.

Die DEGES plant und baut als Projektmanagementgesellschaft Bundesfernstraßen für ihre Gesellschafter, den Bund und zwölf Bundesländer. In Sachsen realisiert die DEGES neben dem Ausbau der B 87 unter anderem den Neubau der B 172 Ortsumgehung Pirna, den Neubau der B 107 Südverbund Chemnitz und die Verlegung der B 6 in Dresden-Cossebaude.

Text und Bild: DEGES

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